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Marokko-Coach über Panenka-Fehlschuss: "Das hat Brahim nicht geholfen"

kicker

In der Nachspielzeit des Afrika-Cup-Finals in Rabat ging es drunter und drüber: Beide Teams gingen hohes Risiko und auf den Siegtreffer, erst wurde ein Treffer des Senegals aberkannt, nach einem Elfmeterpfiff in der achten Minute der Nachspielzeit nahm der absolute Wahnsinn dann seinen Lauf. Marokkos Brahim Diaz war von Senegals El Hadji Malick Diouf im Strafraum mit dem Arm kurz am Hals berührt worden - nach VAR-Check gab es tatsächlich Elfmeter.

Der Wahnsinn ging dann aber erst richtig los: Senegals Coach Pape Thiaw wies seine Spieler an, das Feld zu verlassen. Erst nach knapp zehn Minuten waren alle Senegalesen wieder zurück, Brahim Diaz konnte den Elfmeter also ausführen - und vergab per Panenka kläglich. "Das hat Brahim nicht geholfen" sagte Marokkos Trainer Walid Regragui, betonte aber auch: "Das entschuldigt nicht die Art und Weise, wie er den Elfmeter geschossen hat."

Regragui mit scharfer Kritik an Thiaw

Das Ende der Geschichte: In der Verlängerung erzielte Pape Gueye das goldene Tor für den Senegal, Brahim Diaz wurde nach Spielende unter Tränen zum Torschützenkönig des Turniers gekürt. "Er hat ihn so geschossen und wir müssen das akzeptieren. Wir waren eine Minute davon entfernt, Afrikameister zu werden. So ist Fußball. Er ist oft grausam", erklärte Regragui zu seinem Star von Real Madrid.

Sein Gegenüber Thiaw kritisierte er scharf: "Das Bild, das wir von Afrika vermittelt haben, ist beschämend", sagte der 50-Jährige. "Ein Trainer, der seine Spieler auffordert, das Spielfeld zu verlassen - was Pape getan hat, ehrt Afrika nicht."

Thiaw beschwichtigt - und entschuldigt sich

Die Pressekonferenz mit Thiaw konnte im Anschluss nicht stattfinden. Die Emotionen kochten schließlich auch außerhalb des Spielfeldes über: Medienvertreter aus beiden Ländern lieferten sich eine minutenlange Auseinandersetzung. Als Thiaw die Bühne betrat, verließen die marokkanischen Journalisten den Raum.

Senegals Trainer äußerte sich dafür bei BeIn Sport: "Ich möchte nicht alle Vorfälle noch einmal durchgehen. Ich entschuldige mich für den Fußball", sagte der frühere Nationalspieler. Sein Verhalten in der Nachspielzeit erklärte er wie folgt: "Nachdem ich darüber nachgedacht hatte, habe ich sie zurückkommen lassen - man kann in der Hitze des Gefechts reagieren. Wir akzeptieren die Fehler des Schiedsrichters. Wir hätten das nicht tun sollen, aber es ist geschehen, und jetzt entschuldigen wir uns beim Fußball", erklärte Thiaw.