Erst im vergangenen Sommer hatte Marcus Müller den Schritt in die 3. Liga gewagt. Nach Regionalliga-Jahren beim FC Augsburg und dem 1. FSV Mainz 05, für den er auch einen Bundesliga-Kurzeinsatz gesammelt hatte, wechselte der Angreifer zum VfL Osnabrück und unterschrieb dort einen Zweijahresvertrag. Nun, nach nur einem Jahr bei den Niedersachsen, zieht Müller dank einer Ausstiegsklausel vorzeitig weiter in die 2. Bundesliga zu Holstein Kiel, wo er am Montag einen Vertrag bis 2028 unterzeichnete.
"Als ich vom Interesse aus Kiel erfahren habe, musste ich nicht lange überlegen", erklärt Müller. "Mir ist klar, dass der Wechsel in ein neues Umfeld und eine neue Liga sicherlich eine Herausforderung wird, und ich gehe diese mit großer Vorfreude und voller Stolz an. Ich bin hochmotiviert und werde alles daransetzen, zu einer erfolgreichen Saison beizutragen."
Großer, kräftiger Stürmer mit "gutem Tempo"
Zwei Stunden zuvor hatten die Kieler den Abgang Benedikt Pichlers bekannt gegeben, der fortan für Hannover 96 auf Torejagd gehen wird. In Müller haben die Störche nun einen Spieler verpflichtet, der dem Profil des Österreichers ähnelt. Beide sind der 1,88 Meter groß und physisch stark. Auch in Sachen Geschwindigkeit, wo Pichler in der abgelaufenen Bundesliga-Saison ein Spitzenwert von 33,99 km/h gelang, ist man bei der KSV von Müllers Qualitäten überzeugt.
"Marcus Müller ist ein durchsetzungsstarker Stürmer mit gutem Tempo. Er verleiht unserer Offensive zusätzliche Physis und besticht mit hoher Präsenz", beschreibt Sport-Geschäftsführer Olaf Rebbe den gebürtigen Augsburger, der in Osnabrück in 30 Spielen drei Tore erzielte und zwei weitere auflegte. "Marcus zeichnet sich darüber hinaus durch seinen enormen Kampfgeist aus und zeigt immer hundertprozentigen Einsatz. Nicht zuletzt deshalb war er bei seinen letzten Stationen stets auch bei Mitspielern und Fans sehr beliebt." Müller ist Kiels achter Neuzugang - und der erste für den Angriff.