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VfB-Kampf um Oh: Als Genk auch eine Leihe ablehnte, war alles vorbei

kicker

Dass Nick Woltemade nicht so einfach zu ersetzen sein würde, war allen klar. Zu allem Überfluss auch noch in der Kürze der Zeit bei Bekanntwerden des Transfers des Nationalspielers vom VfB zu Newcastle United in die Premier League. Am Samstag war der Wechsel perfekt mit dem Ende der Transferperiode am Montag am Horizont.

Der FCA lässt den VfB wegen Claude-Maurice abblitzen

Nicht gerade optimale Voraussetzungen für den Pokalsieger, der als erstes beim FC Augsburg wegen Alexis Claude-Maurice (27) vorstellig wurde. Doch die bayrischen Schwaben lehnten die Offerte ihrer baden-württembergischen Nachbarn über etwas mehr als 25 Millionen Euro ab, weil man sich nicht in der Lage sah, den französischen Topspieler adäquat ersetzen zu können.

Als Alternative wurde Hyeon-Gyu Oh auserkoren. Alles war angerichtet. Der KRC Genk verzichtete auf Bitten des Bundesligisten auf einen Einsatz des Stürmers im sonntäglichen Ligaspiel gegen den SV Zulte Waregem (3:2) und erteilte die Freigabe, noch in der Nacht auf Montag nach Stuttgart zu fliegen, um die sportmedizinische Untersuchung zu absolvieren und einen Vertrag bis 2029 zu unterzeichnen.

Der VfB wollte trotz aller Bedenken den Transfer durchziehen

Im Raum stand zu diesem Zeitpunkt noch eine Ablöse von 27 Millionen Euro plus einer Bonuszahlung von einer weiteren Million. Doch was als ein alltäglicher Transfer begann, endete für alle Seiten unerfreulich. Der medizinische Befund eines Knies des Stürmers, der in jungen Jahren einen Kreuzbandriss erlitten hatte, aber in den seither folgenden rund neun Jahren problemlos seine Berufung als Profifußballer ausüben konnte, sorgte für Bedenken beim VfB.

Dennoch entschied man sich beim Pokalsieger, den Transfer durchzuziehen. Allerdings unter etwas veränderten Konditionen. Es entwickelte sich ein Hin und Her in Bezug auf die Ablösesumme, die die Belgier unverändert bei 28 Millionen sahen. Davon wollte man nicht abgehen. Auch der Vorschlag, erst einmal eine Leihe mit Kaufoption zu vereinbaren, wurde nicht angenommen. Die Endstation in den Gesprächen, die rund eine Stunde vor dem Ende der Transferperiode abgebrochen wurden.

Was in Genk nicht gerade verständnisvoll aufgenommen wurde. Oh ist zurück und soll möglicherweise im kommenden Winter zu Geld gemacht werden. Stuttgart wird sich dann, je nachdem, wie sich die Situation dann darstellt, ebenfalls nochmal umschauen. Bis dahin muss der Traditionsklub von 1893 hoffen, dass Ermedin Demirovic als einzig verbliebener Strafraumstürmer gut durch die anstehenden englischen Wochen kommt.

Undav, der den Bosnier vorne vertreten könnte, fehlt nach seinem Innenbandanriss im linken Knie vom Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (1:0) noch bis Oktober. Als Alternativen stünden Tiago Tomas oder Jamie Leweling bereit, die allerdings eher die Flügel als ihre Heimat ansehen.