Nächster Anlauf für die deutsche Handball-Nationalmannschaft auf einen großen Titel. Seit dem sensationellen Gewinn der EM 2016 wartet das DHB-Team auf einen Triumph bei Europa- und Weltmeisterschaft sowie Olympia.
Bei der anstehenden Europameisterschaft (13. - 30. Januar) in Ungarn und der Slowakei geht die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason aber mit einem stark veränderten Gesicht ins Rennen um den Titel. Langjährige Stützen wie Uwe Gensheimer, Hendrik Pekeler oder Johannes Bitter haben ihre Karriere im DHB-Team beendet oder um eine Pause gebeten.
Stattdessen sind nun einige unbekannte Spieler wie Luca Witzke oder Djibril M'Bengue im Aufgebot dabei und wollen bei der EM für eine Überraschung sorgen.
Die Generalprobe für das Turnier glückte mit einem Last-Minute-Sieg über Olympiasieger Frankreich. Bei der EM warten auf Deutschland zum Auftakt des Turniers in der Gruppe D die Teams aus Belarus, Österreich und Polen.
Der ehemalige Bundesliga-Trainer Juri Chevtsov hat das Team aus Belarus zu einer konkurrenzfähigen Mannschaft geformt. Zum fünften Mal in Folge nimmt Belarus bei der EM 2022 an einem großen Turnier teil. Die meisten Spieler sind beim heimischen Top-Klub Meshkov Brest unter Vertrag oder spielen in direkten Nachbarländern von Belarus.
Die bekanntesten Spieler im Aufgebot der Osteuropäer sind Kreisläufer Artsem Karalek und Torhüter Ivan Matskevich. Größter Erfolg bislang war ein achter Platz bei der EM 1994.
Gespickt mit zahlreichen Bundesliga-Legionären möchte die Alpenrepublik bei der EM 2022 auftrumpfen. Allerdings bestritt das Team von Trainer Ales Pajovic kein einziges Testspiel im Vorfeld des Turniers, sodass der wahre Leistungsstand der Österreicher nur schwer einzuschätzen ist.
Zu den bekanntesten Namen im Aufgebot zählen der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig Robert Weber und der Kieler Nikola Bilyk. Insbesondere Letzterer dürfte nach einer langen Verletzungspause hoch motiviert sein, wieder im Nationaltrikot aufzulaufen.
In der Vergangenheit setzten auch die Polen oftmals auf einen breiten Bundesliga-Block im Nationalteam, wie beispielsweise beim Gewinn der Silbermedaille bei der WM 2007. Doch inzwischen gibt es auch in der heimischen Liga mit Kielce und Plock zwei Klubs, die mit den europäischen Topklubs mithalten können. So stehen nur Macej Gebala (Leipzig) und Piotr Chrapowski (Magdeburg) aus der Bundesliga im polnischen Kader.
In der Mannschaft von Trainer Patryk Rombel fehlen die bekannten Namen vergangener Tage, aber da sich der Großteil der Spieler gut kennt, dürften die Polen der schärfste Konkurrent der Deutschen beim Kampf um den Gruppensieg sein.
Der endgültige EM-Kader steht erst am 14. Januar fest, doch schon jetzt ist klar, dass sich das Gesicht des DHB-Teams gewandelt hat. Langjährige "Gesichter" des DHB-Teams wie Uwe Gensheimer, Hendrik Pekeler und Johannes Bitter haben ihren Rücktritt aus dem Nationalteam verkündet oder legen eine Pause ein. Toptalent Juri Knorr fehlt aufgrund der fehlenden Corona-Impfung, die bei der EM als 2G-Event zwingend vorgeschrieben ist.
So ist Johannes Golla von der SG Flensburg-Handewitt neuer Kapitän und Patrick Wiencek vom THW Kiel ist mit über 150 Länderspielen der erfahrenste Akteur im DHB-Team.
In insgesamt sechs Vorrundengruppen á vier Teams qualifizieren sich die beiden Gruppenersten für die Hauptrunde. Dort werden dann zwei Sechsergruppen gebildet. Die Gruppenersten und -zweiten jeder Gruppe erreichen das Halbfinale. Ab dort wird dann im K.o.-Modus der Sieger ermittelt.
Weltmeister Dänemark und Olympiasieger Frankreich teilen sich den Status des Topfavoriten, aber auch Europameister Spanien muss man auf der Rechnung haben. Für das deutsche Team wäre der Einzug ins Halbfinale bereits ein riesiger Erfolg.
Die Handball-EM gibt es teilweise im Free-TV zu sehen. Alle deutschen Partien werden abwechselnd von ARD und ZDF live im TV übertragen. Zusätzlich zeigt der Sportkanal Eurosport 18 weitere Spiele ohne deutsche Beteiligung live im TV.
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Im LIVE-STREAM können die deutschen Spiele in der Mediathek von ARD und ZDF live verfolgt werden. Der Eurosport Player und die Streaming-Plattform DAZN zeigen die TV-Bilder von Eurosport im LIVE-STREAM. Alle 65 Spiele der Handball-EM werden von Sportdeutschland.tv übertragen, hierbei werden einmalig zwölf Euro fällig.
DAZN kann über viele verschiedene Wege empfangen werden. Fernseher, Spielekonsole, Laptop, PC, Handy oder Tablet sind möglich, um den Streaminganbieter im LIVE-STREAM zu sehen. Bei Fernseher, Tablet, Spielekonsole und Handy gibt es im App-Shop des jeweiligen Gerätes die DAZN-App zum Herunterladen. Anschließend muss man dort einen Account erstellen, um die Inhalte vollumfänglich nutzen zu können.
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